Protokoll: Kinobesuch bei „Frank Zappa- Eat that question“

Johanna war für uns im Kino und hat sich den Film „Frank Zappa – Eat that question“ angesehen. Im Anschluss hat sie ein Versuchsprotokoll geschrieben. So sieht es aus, wenn man einfach mal so ins Kino geht. Eine etwas andere Filmbesprechung.

Name: Johanna Rößler    

Platz: (freie Platzwahl)

Ort: Kino im Dach


Vorbetrachtung: 

Frank Zappa kenne ich noch nicht. Ich weiß nur soviel aus meinen vorherigen Recherchen: Er ist ein schon verstorbener Musiker, welcher anscheinend Großes geleistet hat. Oder warum würde man sonst einen Kinofilm über ihn machen? Sicher nicht nur weil er Musik gemacht hat.

Durchführung

Ich fahre zum Kino im Dach und kaufe die Karte. Es ist Einlass und ich gehe in den Kinosaal. Ich bin das erste mal in dem Kino und finde es auf Anhieb gemütlich. Der Raum ist dunkel und für ein Kino ziemlich klein. Schräg vor der Leinwand steht ein alter Filmprojektor. Als Zuschauerin sitzt man sehr nah vor der Leinwand. Es gibt nur Dämmerlicht und durch die schrägen Wände des Dachstuhles strahlt der Raum nicht so eine Größe und Leere aus wie in anderen Kinos. Nur eine Frage hat sich mir gestellt, welche ich immer noch nicht beantwortet habe: Steht die Leinwand wirklich schief oder ist es nur eine optische Täuschung? Aber egal. Ich habe einen Platz gefunden, von dem aus die schiefe Leinwand nicht ganz so schief ist und der Film fängt an. Ich brauche nicht lange, um mich an den  englischen Untertitel zu gewöhnen und die Zeit vergeht wie im Flug.

Beobachtungen

Frank Zappa war Bandleader der Band „Mothers of invention“ und komponierte über 300 Stücke. Er brachte über 60 Alben heraus. Außerdem schrieb er sehr komplexe Orchesterstücke. Die Royal Opera Hall lehnte seinen Auftritt mit dem Orchster ab, aber ein paar Jahre später kaufte er sich Musiker zusammen, um seine Orchesterstücke aufnehmen zu können. Er hat es selber finanziert und meinte: „Ich nehme es auf, um es mir zu Hause im Wohnzimmer anhören zu können, und wenn es Menschen interessiert, bringe ich eine Platte raus, aber ich mach es nicht für das Geld, sondern für die Musik.“

Über seinen Grammy für Jazz from Hell war er nur überrascht , da dieses Album niemand kannte. Seine Masse an Fans in Tschechien und Skandinavien freute aber wunderte ihn und er sagte, dass die Amerikaner sich fragen würden, warum und dass so viele Menschen seine Musik mögen.

Frank Zappa war bekannt als Filmregisseur, Musiker/Bandleader, Komponist und Populist und er besaß eine eigene Plattenfirma. Ihm war wichtig, dass alle Musiker ihre Lieder ohne eine Zensur der Plattenfirma veröffentlichen können, da bei seinen Liedern teilweise Zeilen einfach weggelassen wurden.

Der Film endet mit einem Gruß an das Leben im Jahre 3000 und er grüßt so die Bakterien als einziges Leben auf der Bakteriensprache: vsgzffad hlbc wgzgqhwlf,vsb grerewhaflch.

Auswertung

Die Produktion des Filmes hat 8 Jahre gedauert und der Film hatte 4 Tage nach seinem 23. Todestag Premiere. Der Regisseur brauchte sehr lange, um mit den Kindern Frank Zappas Kontakt aufzunehmen und sie dann auch noch dazu zu bewegen, sich persönlich mit ihm zu treffen. Er wollte das Filmkonzept unbedingt in einem Gespräch und nicht am Telefon erklären. Als die Familie dann bereit für dieses Gespräch waren redeten sie 4-5 Stunden und waren begeistert aber es lag aber noch ein langer Weg vor ihnen.

Frank Zappa wurde 1940 geboren und ist am 4.12.1993 gestorben. Er brachte 62 Alben raus. Sein erstes Album war FREAK OUT! Er begann mit 14 Jahren zu komponieren und versuchte dabei verschiedene klassische und auch „moderne“ Komponisten zu vermischen und zu verbinden. Er nahm an einer Talentshow teil und präsentierte wie er auf einem Fahrrad Musik machte. Dabei wurde er nur von dem Moderator ausgelacht aber beim Tonlagenfestival (im Festspielhaus Hellerau) hätte man ihn sicher sehr willkommen geheißen. Er gründete die Band THE MOTHERS OF INVENTION und schrieb dafür die Songs. Er war Frontmann an der Gitarre, (natürlich) Bandleader und Sänger. Mit 20 Jahren begann er erst auch Lyrics zu seinen Songs zu schreiben. Er war Zuhause sehr in seinem eigenen “Utility Muffin research Kitchen“ (UMRK) -manchmal auch Tonstudio genannt- beschäftigt. Außerdem schrieb er sehr erfolgreich Orchstermusik, welche sehr kompliziert und komplex war. Manchmal hatte er Probleme alle benötigten Musiker auf der Bühne einen Platz zuweisen zu können, da es so viele waren.

Schlussbetrachtung

Ich fand den Film sehr gut, weil er sehr informativ und aufschlussreich war. Außerdem finde ich das Konzept sehr gut, da man sich aus seinen Worten selber ein Bild und eine Meinung bilden kann.   Ich kenne ihn jetzt und kann seine Musik jetzt sozusagen „mit anderen Ohren hören“. Ich werde auf jeden Fall mehr von seiner Musik hören. Er ist ein großartiger Mann gewesenund ein echtes Idol.

Nach kurzweiligen 90 Filmminuten verlasse ich das Kino als Fank Zappa-Fan.

Text von Johanna Rößler

Bilder: Pressebilder von arsenalfilm.de