Musikalische Einleitung der Weihnachtszeit

Am Abend des 22.12.2017 stehen wir da, wo sonst die Spieler des SG Dynamo Dresden ihre Heimspiele bestreiten: auf dem Rasen des DDV-Stadions, inmitten von vielen anderen Menschen,überwiegend Dresdnern, welche alle gespannt auf eine ganz spezielle musikalische Darbietung warten. Wir sind zum ersten Mal bei diesem alljährlichen Konzert dabei, vielen der Menschen um uns herum merkt man jedoch an, dass dieser vorweihnachtliche Besuch im Stadion nicht ihr erster ist und das sie hier sind um, ihren Traditionen gemäß, sich auf das Weihnachtsfest einzustimmen.
Um 17 Uhr beginnt das Vorprogramm, dargeboten von dem MDR JUMP-Moderatoren Sarah von Neuburg und Lars-Christian Karde. Dieses hat insgesamt nicht wirklich viel zu bieten, obwohl es gut ein Drittel der für das Konzert eingeplanten Zeit in Anspruch nimmt. Neben dem Verteilen von Weihnachtsmützen mit dem Logo des Radiosenders an die Zuschauer in den ersten Reihen und dem Feuerwerk an mittelmäßig witzigen Bemerkungen durch Lars-Christian Karde gepaart mit dem übertriebenen Lachen seiner Partnerin gibt es jedoch auch ganz interessante Programmpunkte: zum Beispiel Filme über die Herrnhuter Sterne und mehrere Auftritte des Herrnhuter Sternenkindes, welche das Vorprogramm doch noch ganz unterhaltsam machen.
 
Dann, um 18 Uhr, beginnt endlich der Hauptteil und damit auch der Auftritt des Dresdner Kreuzchors mit tollen Gesangsdarbietungen, die dem internationalen Ansehen des Chors mehr als gerecht werden. Obwohl einer der prominentesten Gäste, der Stargeiger David Garrett, leider krankheitsbedingt spontan absagen musste, war das Konzert trotzdem sehr schön, auch weil glücklicherweise schnell ein Ersatz für ihn gefunden wurde. Die anderen Gäste stehen Garrett in
ihrer Popularität auch kaum nach, mit Künstlern wie Jocelyn B. Smith und Elisabeth Breuer treten mehrere stimmgewaltige Solisten auf. Doch es gibt nicht nur Musik, die Vorlesung der Weihnachtsgeschichte durch den ehemaligen „Wetten, dass…?“-Kandidaten Samuel Koch bringt Abwechslung in das Programm. Neben dem auf der Bühne gezeigten gibt es jedoch auch durch das Publikum Höhepunkte; der Anblick der eingeschalteten Handytaschenlampen von ca. 25000
Besuchern bei dem Weihnachtslied ,,Sind die Lichter angezündet“ ist einfach überwältigend und das kollektive Mitsingen der vom Kreuzchor dargebotenen Weihnachtslieder bringt noch den letzten Griesgram in Weihnachtsstimmung.
 Abgerundet durch Franziska Troegners Moderation ist dieses Konzert eine sehr gelungene und beeindruckende Einstimmung auf die besinnliche Zeit, die für uns auch gerne zur Tradition werden kann -nächstes Mal kommen wir aber erst nach dem Vorprogramm.
Text: Paul und Titus Thiele
Fotos: DKC