Stadtfinale des SPH Bandcontest – Ein bunter Konzertabend im Bärenzwinger

 

Am 13.7.2018 waren wir für euch beim SPH Bandcontest. Dieser Wettbewerb von Musikern für Musiker findet bundesweit statt und endet mit dem Deutschlandfinale in Montabaur.

Die Wertung erfolgt zu je 50% aus Stimmen vom Publikum und einer Fachjury. Die besten drei Bands aus dem Stadtfinale rücken in das Regionalfinale auf. Außerdem hat die Jury die Möglichkeit eine Wildcard zu vergeben.

Zum Auftakt gab es Hip Hop von OstrichO. Mit seinen kritischen Texten und klassischen Battlesongs ergatterte er sich 10,72% und somit den sechsten Platz.

OstrichO

Danach ging es rockig weiter mit Pso!do aus Dresden. Die Band begeisterte mit nach eigener Aussage „falsch gespieltem Punk“ und rockigen Klängen. Die drei Dresdner bekamen für ihren Auftritt 14,17%. Leider reichte das nur für den vierten Platz, allerdings erhielten Pso!do die Wildcard der Jury.

Po!do Punkrock aus Dresden

Mit Deutschpop aus Löbau heizten Stereo Pilot das Publikum kräftig an. Viele Fans waren extra angereist und die Stimmung war ausgelassen. Für ihren Auftritt bekamen Stereo Pilot 22,14% und erreichten somit den ersten Platz.

Napolis begeisterte das Publikum mit ihren Rapsongs. Das Publikum war beigeistert und es wurde ausgelassen getanzt. Das spiegelte sich dann auch in der Wertung wieder, denn Napolis erreichte mit 20,59% den zweiten Platz.

Napolis

Auf eine musikalische Reise ging es im Anschluss mit Dominik Friedrich. Der Singer Songwriter erzählt mit seinen Songs Geschichten. Von ruhig bis kraftvoll holt er vielfältige Klänge aus seiner Gitarre und unterstützt diese mit einer starken Stimme.  Seine 18,27% reichten am Ende für Platz drei.

Dominik Friedrich

Nach diesem langen und vielfältigen Konzertabend ziehen Stereo Pilot, Napolis, Dominik Friedrich und Pso!do in das Regionalfinale ein. Für Musikbegeisterte die auch gerne ein breites Spektrum hören sind die Konzerte von SPH Bandcontest eine klare Empfehlung.

 

Text und Bilder von Matthias Eder

SPH Bandcontest Vorrunde Dresden Teil II 2018 Ein bunt gemischter Konzertabend im Bärenzwinger

Der zweite Teil der diesjährigen Vorrunde vom SPH Bandcontest fand am 20.04. statt. Erneut war der Bärenzwinger Gastgeber für den Contest. Wie immer setzt sich die Bewertung aus 50% Publikumsstimmen und 50% Jury-Wertung zusammen. Bei der Vorrunde traten sieben Bands an, um sich einen Platz im Stadtfinale zu sichern. Beim Stadtfinale treten dann die jeweils ersten Plätze vom ersten und zweiten Teil an. Dazu kommen noch die beiden Wildcard Kandidaten.

III is a crowd aus Leipzig eröffneten die Veranstaltung mit einer Mischung aus Rock und Funk. Dabei konnten sie trotz guter Stimmung leider nur 10,23% der Stimmen ergattern und belegten somit Platz sechs.

Der zweite Act an diesem Abend waren Luscinia. Die Dresdner konnten mit ihrem Symphonic Metal 13,14% der Stimmen erlangen. Ihre Musik erinnert an Metalgrößen wie Nightwish und Evanescence lässt aber auch eigene Einflüsse deutlich erkennen. Der Raum war gut gefüllt und die Mischung aus melodischen und schroffen Gitarrensounds lud zum tanzen ein. Sie ergatterten die begehrte Wildcard der Jury.

Morpheus bedienten auch eher die harten Saiten ihrer Gitarren und überzeugten mit zackigen Metalsounds im Post Hardcore Stil. Die vier Dresdner konnten das Publikum gut zum „tanzen“ annimieren es entstand sogar ein kleiner Moshpit. so ausgelassen wie die Stimmung viel auch das Votingergebnis aus. Mit 17,72% belegten Morpheus den zweiten Platz an diesem Abend.

Etwas ruhiger wurde es mit der nächsten Band: Stereo Pilot aus Löbau. Die Popband aus der Oberlausitz konnte mit ihrem Auftritt die meisten Leute begeistern und ging somit mit 20,43% als Sieger aus dem Abend hervor. Die Sechsköpfige Gruppe ging aus einem Studioprojekt hervor. Ihr Musik wird durch eingängige Melodien und tanzbare Rhytmen bestimmt.

Wer wegen der fortgeschrittenen Stunde, etwas müde war, wurde von der nächsten Band gewaltsam aus dem Traumland gerissen. Garbage Company überzeugten bei ihrem Auftritt mit brachialen Punkrocksounds und einem charismatischen Frontmann. Das war Punk wie man es sich vorstellt: laut, schrill und rockig. Das begeisterte Publikum votete die Radebeuler mit 16,21% auf Platz drei des Contests.

Brüder zur Sonne luden dann etwas zum entspannen bei elektrischer Tanzmusik ein. Sie selbst beschreiben ihre Musik als „Moderne Popmusik für Optimisten“ Das Duo konnte trotz der späten Stunde noch einige Leute bei gedämpftem Licht zum Tanzen bewegen. Am Ende reichten ihre 11,44% nur für Platz fünf.

Den Abschluss des Abends bildeten Rap ausm Zwinger. Sie bekamen 10,83% der Stimmen und erreichten somit Platz sechs. Musikalisch sind die beiden im Hip Hop angesietelten und Rappen deutsche Texte auf rhytmische Beats.

Die Gewinner der Vorrunde treten dann am 13.07.2018 zum Stadtfinale im Bärenzwinger an.

Platz 1 Stereo Pilot

Platz 2 Morpheus

Platz 3 Garbage Company

Wildcard Gewinner Luscinia

 

Text und Fotos von Matthias Eder

Wie ein rasender Zug – Coogans Bluff in der Groovestation.

Am 01.03.2018 erlaubten sich Coogans Bluff einen Zwischenstopp in Dresden. Die aktuelle Tour, die mit dem unspektakulären Namen „Coogans Bluff live“ posiert hat kein neues Album zum Anlass, sondern kombiniert einfach das Beste aus 15 Jahren Musikkarriere.

Mit Flying to the stars wurde der Abend eröffnet. Ein abwechslungsreiches Stück, bei dem sich ein energisches Riff voller Drive und hektischen Akzenten, mit einem langsamen Refrain abwechselt, der an Swingballaden der 30er Jahre erinnert. Direkt im Anschluss folgte das jazzige Hooray!, beides Stücke vom letzten Album Flying to the stars.

Bereits zum Einstieg fährt Coogans Bluff die schweren Geschütze vor. Kaum das der erste Takt erklungen ist, wird man bereits mitgerissen vom Strudel der Musik. Die Bühne wird zum sphärischen Klangteppich, der von der Lichtanlage abwechselnd in Rot und Schwarz getaucht wird.

In diesem schummrigen Licht, das wie 80er Jahre Kitsch anmutet, verschwimmen die Konturen der einzelnen Musiker. Was bleibt, ist eine undefinierbare Masse, die treibt und zerrt, wie ein wilder Zug, der durch die Nacht rast.

Das treibende Element dabei sind jedoch nicht die Saiteninstrumente, wie üblicherweise bei Rock.

Willi Paschen und Clemens Marasus an Bass und Gitarre halten sich konstant zurück und ermöglichen so einen homogenen Gesamtsound. Auch Max Thum und Stefan Meiking an den Bläsern verzichten vollkommen auf Soli und beschränken sich darauf mit meist langgezogenen Tönen den Klangteppich zu erweitern, oder als Backingvocals zu fungieren.

Die prägnante Endnote bei Coogans Bluff ist Schlagzeuger Charlie Paschen. Mal eher minimalistisch, mal von Wirbeln durchzogen doch immer betont und durchdringend.

Geradezu unter körperlichen Schmerzen prügelt er auf sein Instrument ein. Jeder Schlag gleicht einer Peitsche, deren Knall durch den Raum strömt. Paschens Rhythmen treiben wie eine Horde englischer Doggen auf der Hatz.

Dabei besteht seine größte Leistung darin klassische Rock Patterns über jedes Riff zu spielen, egal ob Rock, Funk oder Jazz. Paschen nimmt den Groove seiner Mitmusiker und bereichert ihn um die Härte des Classic-Rock.

Und auf diesem „harten Groove“ trug Coogans Bluff das Publikum durch die Nacht. Kaum Ansagen praktisch keine Pausen. Wie bei harter Maloche wurde ein Lied nach dem anderen abgeliefert.

Hooray !, Beefheart, Back to the one, No need to hurry up … die Tour läuft zwar unter keinem besonderen Slogan, hört sich aber wie eine Best of Tour an. Dem Streamingdienst-affinen Zuhörer wird dabei aufgefallen sein, dass die Setlist fast identisch mit der Spotifylist der meistgehörten Songs der Band ist. Eine Entwicklung, die in Zeiten der Digitalisierung eigentlich niemanden überraschen dürfte und sich doch etwas seltsam anfühlt.

Trotz erstaunlich mäßigem Applaus am Ende des Konzerts ließ es sich die Band nicht nehmen für eine Zugabe zurück auf die Bühne zu kommen.

Selbst 30 Minuten nach dem offiziellen letzten Song standen die Musiker noch voller Elan auf der Bühne und ließen die Boxen der Verstärker Brüllen um sich dann schlussendlich unter ausreichend Beifall von der Bühne zu verabschieden.

Text und Fotos: Robert Sittner

SPH Bandcontest im Bärenzwinger mit Funk Fragment und PSO!DO

Bei der Vorrunde vom SPH Bandcontest haben sechs Bands und Künstler teilgenommen. In Dresden können sie Kontakte zu knüpfen oder vielleicht auch entdeckt werden. Beim Eintritt an der Kasse wurden die Stimmzettel ausgeteilt. Die Wertung verlief zu 50 % durch das Publikum und zur anderen Hälfte durch die Jury. Daraus rechnet sich ein Durchschnitt zusammen, der dann als Ergebnis des Vorrundenentscheids gewertet wird.

Der erste Act war Red Face Project, ein Singer und Songwriter, der für dieses Jahr schon eine kleine Deutschlandtour geplant hat, bei der er unter anderem in Frankfurt aber auch Festivals spielen wird. Leider konnte er in der Vorrunde mit seinen einfühlsamen Texten über das Leben und die Liebe nicht jeden überzeugen und landete somit auf dem sechsten Platz der Vorrunde.

Auf den zweiten Platz spielten sich PSO!DO, die mit ihrem Punkrock offensichtlich die Jury und das Publikum begeistern konnten.

 

Die Schulband „Funk Fragment“ des Gymnasiums Coswig, spielte sich an diesem Abend auf den ersten Platz in der Vorrunde. Seit Herbst 2016 begeistern sie ihr Publikum mit eigenen instrumentalen Kompositionen aus den Bereichen Rock, Funk, Fusion Jazz und Pop.

Außerdem trat Napolis auf, die sich auf den 3. Platz spielten.

Dominik Friedrich, ein Singer und Songwriter aus Dresden, der zurzeit an der Musikhochschule Carl Maria von Weber studiert, konnte mit seinen poppig, virtuosen, schlichten, aber auch sehr persönlichen Liedern, in die er vielfältige Einflüsse seines Lebens einfließen lässt, den vierten Platz erkämpfen.

DUTY and the Free Shop, ist ein „linksgrün-versiffter Typ mit Dreads aus Dresden, der auf seiner Ukulele Klangwellen gepaart mit der Energie kosmischer Komik“ erzeugt, wie er sich und seine Arbeit auf seiner Facebook Seite präsentiert. In der Vorrunde belegte er den fünften Platz.

Jetzt heißt es nur noch warten, wer es letztendlich ins Finale schafft und dann schlussendlich den Preis mit nach Hause nimmt.

Das genauer Ergebnis der Vorrunde in Dresden findet ihr hier!

Text von: Klara Grassl

Fotos: Matthias Eder -Picture Forge

Hier geht’s zu allen Bildern vom Abend

Musikalische Einleitung der Weihnachtszeit

Am Abend des 22.12.2017 stehen wir da, wo sonst die Spieler des SG Dynamo Dresden ihre Heimspiele bestreiten: auf dem Rasen des DDV-Stadions, inmitten von vielen anderen Menschen,überwiegend Dresdnern, welche alle gespannt auf eine ganz spezielle musikalische Darbietung warten. Wir sind zum ersten Mal bei diesem alljährlichen Konzert dabei, vielen der Menschen um uns herum merkt man jedoch an, dass dieser vorweihnachtliche Besuch im Stadion nicht ihr erster ist und das sie hier sind um, ihren Traditionen gemäß, sich auf das Weihnachtsfest einzustimmen.
Um 17 Uhr beginnt das Vorprogramm, dargeboten von dem MDR JUMP-Moderatoren Sarah von Neuburg und Lars-Christian Karde. Dieses hat insgesamt nicht wirklich viel zu bieten, obwohl es gut ein Drittel der für das Konzert eingeplanten Zeit in Anspruch nimmt. Neben dem Verteilen von Weihnachtsmützen mit dem Logo des Radiosenders an die Zuschauer in den ersten Reihen und dem Feuerwerk an mittelmäßig witzigen Bemerkungen durch Lars-Christian Karde gepaart mit dem übertriebenen Lachen seiner Partnerin gibt es jedoch auch ganz interessante Programmpunkte: zum Beispiel Filme über die Herrnhuter Sterne und mehrere Auftritte des Herrnhuter Sternenkindes, welche das Vorprogramm doch noch ganz unterhaltsam machen.
 
Dann, um 18 Uhr, beginnt endlich der Hauptteil und damit auch der Auftritt des Dresdner Kreuzchors mit tollen Gesangsdarbietungen, die dem internationalen Ansehen des Chors mehr als gerecht werden. Obwohl einer der prominentesten Gäste, der Stargeiger David Garrett, leider krankheitsbedingt spontan absagen musste, war das Konzert trotzdem sehr schön, auch weil glücklicherweise schnell ein Ersatz für ihn gefunden wurde. Die anderen Gäste stehen Garrett in
ihrer Popularität auch kaum nach, mit Künstlern wie Jocelyn B. Smith und Elisabeth Breuer treten mehrere stimmgewaltige Solisten auf. Doch es gibt nicht nur Musik, die Vorlesung der Weihnachtsgeschichte durch den ehemaligen „Wetten, dass…?“-Kandidaten Samuel Koch bringt Abwechslung in das Programm. Neben dem auf der Bühne gezeigten gibt es jedoch auch durch das Publikum Höhepunkte; der Anblick der eingeschalteten Handytaschenlampen von ca. 25000
Besuchern bei dem Weihnachtslied ,,Sind die Lichter angezündet“ ist einfach überwältigend und das kollektive Mitsingen der vom Kreuzchor dargebotenen Weihnachtslieder bringt noch den letzten Griesgram in Weihnachtsstimmung.
 Abgerundet durch Franziska Troegners Moderation ist dieses Konzert eine sehr gelungene und beeindruckende Einstimmung auf die besinnliche Zeit, die für uns auch gerne zur Tradition werden kann -nächstes Mal kommen wir aber erst nach dem Vorprogramm.
Text: Paul und Titus Thiele
Fotos: DKC  

Abriss in der Messe – Marteria in Dresden

Die Masse an Menschen strömt an dem regnerischen und stürmischen Mittwochabend in die Messehalle. Bunt gemischtes Publikum jeglicher Altersklasse wartet auf den großen Auftritt. Von StudentInnen, Freundeskonstellationen mit Glühwein und Prosecco in der Hand, über ganze Familien, von der Oma bis zum 10jährigen Sprössling ist alles dabei. Support gab es von Kid Simius, doch um  kurz vor 9 ging es dann richtig los: die Lichter wackeln, die Bässe brummen und die Synthi-Sirenen schwirren. Während alle Kameras der Smartphones aufleuchten und der perfekte Kreischton gefunden wurde, hetzt das Sicherheitspersonal durch die Reihen auf ihre Plätze. Dann fällt der Vorhang und kapuzenbehängte Gestalten erscheinen auf der großen Bühne während die ersten Akkorde zu „Aliens“ ertönen. Über den MusikantInnen trohnt Marteria, aka Marten Laciny, die Arme weit ausgebreitet, der die Energie aus der Halle aufsaugt und anschließend mit gnädiger Miene die Ansage raushaut: „Der Junge aus dem Norden begrüßt Sachsen!! Seid ihr bereit für den Abriss des Jahres?“

Nach der großen Ankündigung geht es mit dem ersten Lied vom neuen Album „Roswell“ los. Auf „Endboss“ folgt „Scotty beam mich hoch“ um der Menge so richtig einzuheizen, bei „El Presidente“ ist die Stimmung dann am kochen und die Fans sind am ausrasten. Bei der starken Bühnenpräsenz, den krassen Lichteffekten und aufwendigen Videoinstallationen, fällt es auch kaum auf, dass man sich in einer unspektakulären Messehalle befindet und dass die Backgroundsängerinnen zunächst nicht unbedingt alle Töne treffen.

Die neuen Lieder sind kurzweilig und stark Ohrwurmtauglich, jedoch folgt ein Lied genauso schnell wie laut auf das andere, dass den ZuschauerInnen keine Minute Pause bleibt, was womöglich erklärt, warum bei den ruhigeren Tracks über die Kindheit in Meckpomm oder dem Lied „Louis“ für seinen Sohn, viele erst einmal die Bar oder Toiletten aufsuchen. An dieser Stelle wanderte der Ein oder andere Blick auf die Uhr am Handgelenk mit der Frage im Kopf, was wohl noch folgt.

Es folgen die Dauerbrenner aus dem alten Album, die immer wieder gut ankommen: „Marteriagirl“ und „Ich bin so schön verstrahlt“, wobei letzteres mit einer schrecklich poppigen Einlage einer Sängerin, und den aufmunternden Aufrufen zum Mitsingen, die Atmosphäre etwas an Volksfestcharakter gewann, es lauerte Mitklatschgefahr und man fühlte sich an die letzte Runde Diskofox beim Abschlussball in der 8. Klasse erinnert.

Zu Beginn des neuen Liedes „Geld“ sind aber selbst die, die in der Zwischenzeit neue Getränke geholt hatten wieder mit am rumhüpfen.

Auch Marterias Altes Ego Marsimoto wird dank Maske und verzerrter Stimme zum Leben erweckt und „Dresden leuchtet grün“  Der Nazi und das Gras ist doch auch schon relativ ausgelutscht, wird aber am Ende durch ein kleines Feuerwerk aufgepeppt.

Die drei letzten Lieder sind dann wieder in Marteria-Manier altbekannt und beliebt und bringen die Menge erneut zum eskalieren: „Oh mein Gott dieser Himmel“„Ich hab keinen Job, ich hab Langeweile“ und mit „Lila Wolken“ verabschiedet sich Marteria in den Abend, nachdem er gut 1 ½ Stunden auf der Bühne Stimmung gemacht hatte.

Fazit:

Allen wahren Marteria-Fans, die selbst Lieder des neuen Albums bereits in und auswendig kennen, wurde auf jeden Fall eine kurzweilige Show geboten, die mit allerhand Specialeffects und Visuals auftrumpfte. Als Hiphop  Fan hingegen, fragt man sich, was Marteria eigentlich noch mit  Rap zu tun hat. Für meinen persönlichen Geschmack war es viel zu poppig und der Abend wäre rein musikalisch ohne die guten Effekte eher zäh gewesen. Zudem war die Wahl der Messe als Konzertlocation leider nicht ganz gelungen. Die Akustik war zwar erstaunlicherweise in Ordnung, aber von der Organisation rund ums Konzert dann doch sehr chaotisch.

Text von Barbara Staudenmaier

Fotos von Anika Koch