„N.N.N.N. / Echoes from a Restless Soul & Neuproduktion“ – ein dreiteiliger Ballettabend der Dresden Frankfurt Dance Company in HELLERAU

 

Am 28. Oktober 2018 präsentierte die Dresden Frankfurt Dance Company Ballettstücke in

HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste mit Choreografien von William Forsythe und Jacopo Godani.

Ab 16 Uhr begann die Nachmittagsvorstellung im Großen Saal. Es waren viele Familien mit Kindern anwesend und die Stimmung war freudig und gespannt. Einige haben davor eine Familienführung durch das Festspielhaus mitgemacht.

Die Vorstellung besteht aus drei Teilen, die jeweils 15 Minuten andauern. Zwischen den verschiedenen Stücken gibt es Pausen um etwas zu trinken und mit anderen Zuschauern ins Gespräch zu kommen.

 

Der erste Teil ,,Echoes from a Restless Soul“ (2016) von Jacopo Godani wird von Maurice Ravels Klavierkomposition ,,Ondine & Le Gibet“ aus ,,Gaspard de la Nuit“ live am Flügel begleitet. Zwei Tänzer und zwei Tänzerinnen mit kupferfarbenen glänzenden Kostümen ziehen ihre wunderschönen Kreise, Linien und Kurven durch den Raum. Der Boden schimmert im Wellenlicht und lässt die Anschauung noch traumhafter wirken.

 

In William Forsythes N.N.N.N. (2002) sind drei Männer und eine Frau zu sehen, gemütlich in Jogginghose und T-Shirt bekleidet. Das Ballettstück läuft ohne Musik ab. Die Tänzer versehen zeitweise die Takte mit Atemlauten, was das Ganze manchmal etwas amüsant aussehen lässt. Die Körper der Tänzer und ihre Bewegungen werden zur Musik.

 

Der dritte und letzte Teil, die Dresden-Premiere einer Neuproduktion von Jacopo Godani, wird von vier Tänzerinnen und drei Tänzern aufgeführt. Die Frauen tragen einfarbige enge Hosen in grün, blau, rot und pink mit einem glitzernen Oberteil in derselben Farbe. Im Gegensatz dazu sind die Männer eher schlicht gekleidet. Sie tragen beige enge Hosen und offene Hemden.

Das Stück ist sehr lebhaft und die Formationen und Bewegungsabläufe sind abwechslungsreich. Die Musik und verschiedene Lichteinstellungen lassen Jacopo Godanis Neuproduktion spannender wirken und der Zuschauer wird in den Bann des Ballettstückes gezogen. Der Tanz mit dem Spitzenschuh wird modernisiert.

 

 

Fragen an eine 10-jährige Zuschauerin:

Was hat dir an dem Ballettstück besonders gut gefallen und was fandest du eher weniger gut?

Ich fand das Wellenlicht im ersten Teil sehr schön und beeindruckend. Es wirkte als würden die Tänzer unter Wasser schweben. Außerdem haben mir im letzten Stück die Tiefenwirkung des Lichtes und die glitzernden Oberteile der Tänzerinnen gut gefallen. Das war sehr ausdrucksstark. Ich fand diesen Teil, auch aufgrund der Musik, am aufregendsten.

Weniger gut gefallen hat mir das zweite Stück. Es war nicht sehr spannend, da es keine Musik und nur eine Lichteinstellung gab.

 

Gab es Momente, die du nicht verstanden hast?

Die Choreografie im zweiten Teil fand ich verwirrend und manchmal etwas komisch, sodass ich grinsen musste. Die ständigen Atemlaute waren lustig aber auch irgendwie seltsam, da ich vorher noch nie eine Tanzaufführung ohne Musik gesehen habe.

Außerdem fand ich die offenen Hemden der Männer im letzten Stück etwas abstoßend.

 

Würdest du die Ballettvorstellung der Dresden Frankfurt Dance Company weiterempfehlen?

Ja, die Ballettstücke sind sehr sehenswert. Ich denke aber, dass sie nicht so gut für jüngere Kinder geeignet sind aufgrund des Verständnisses, sondern eher für Jugendliche und Erwachsenen.

Ein Beitrag von Mathilde Woy

Foto: Raffaele Irace